Die Reise der Plastiki

Die Plastiki ist der Entwurf eines Bootes, in etwa angelehnt an das Modell eines Katamarans, das gänzlich aus PET-Flaschen und anderen wiederverwerteten Plastikmaterialien gebaut werden soll, um dann für 4 Monate den Pazifik zu überqueren. Zunächst soll die Plastiki in San Francisco "vom Anker gehen", anschließend in Sidney ankommen, und auf ihrer Fahrt alle durch Menschenhand verletzte Plätze absegeln und detailliert über Satellitenübertragung dokumentieren. Ihre Route beinhaltet: die riesige Plastikinsel im Nordpazifik, auch Eastern Garbage Patch genannt; diese umfasst ein Areal, das sechsmal so groß ist wie Großbritannien und Nordirland zusammen - aufgrund von starken Meeresströmungen sammeln sich dort Unmengen von Abfällen an; das Bikini-Atoll, um die nukleare Verseuchung durch US-amerikanische Atombombentests anzuprangern; die sinkende Insel Tuvalu, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Update: Die Route bleibt, die Abfahrt der Plastiki verzögert sich vorraussichtlich bis 2010 (geplant war im Sommer 2009 in See zu stechen). Updates zur Reise der Plastiki gibt es hier.

David de Rothschild und die Adventure Economy

Der Brite David de Rothschild, Jahrgang 1978, absolvierte einen Bachelor in Politik, Informatik und Naturmedizin in Oxford, und ist außerdem ein Abenteurer. Er machte es sich zur Aufgabe, riskante Expeditionen in besonders gefährdete Regionen unserer Erde zu unternehmen, um auf diesem Wege auf zerstörte Natur, bedrohte Arten und die Risiken, die dadurch auch für die Spezies Mensch entstehen, aufmerksam zu machen.

Im Jahr 2005 gründete er das Unternehmen "Adventure Ecology". Ziel der Organisation ist es, riskante Unternehmungen wie spektakuläre Expeditionen, Ausbildungsprogramme und die bildenden Künste einzusetzen, um auf Probleme der globalen Nachhaltigkeit hinzuweisen.

Amazonas-Expedition zu den Sünden der Ölindustrie

In Rahmen seines letzten Projektes leitete David de Rothschild eine Expedition nach Ecuador, bei dem ihm die hochkarätigen Künstler Gabriel Orozco, Adam Broomberg, Oliver Chanarin, Dustin Lynn sowie die Ethnobotanikerin des National Geographic Magazins, Maria Fadiman, begleiteten. Das Team bereiste den Urwald von Ecuador und dokumentierte die Umweltschäden, die durch die Ausförderung der enormen Ölreserven durch die Ölindustrie verursacht werden und die natürliche und soziale Ordnung des Urwalds zerstören. Nach Rückkehr des Teams fand im Oktober 2007 eine Ausstellung mit dem treffenden Namen Ecuador Block 16 im Rahmen der renommierten Frieze Art Fair in London statt. Dort wurden die Arbeiten und die gesammelten Erkenntnisse über die Umweltzerstörung präsentiert. Block 16 kennzeichnet die Region des Regenwaldes, in der die Abwässer der Ölindustrie den Urwald zerstören.

Die Reise der Plastiki

2009 wird David de Rothschild ein Floß aus Plastikflaschen und rezyklierten Materialien bauen und damit auf die erste von drei geplanten Expeditionen gehen. Plastiki soll das erste Schiff sein, das den Pazifik überquert und komplett aus recycleten Materialien besteht. Doch die Plastikflaschen einfach einzuschmelzen und aus der erhaltenen Kunststoffmasse den Bootsrumpf zu formen, erschien de Rothschild zu banal. Plastiki soll daher aus leeren Platikflaschen bestehen, die miteinander verbunden werden und so eine Art Ponton-Konstruktion ergeben.

Die Expedition trägt den Arbeitstitel Plastiki in Anlehnung an die Kontiki-Expedition von Thor Heyerdal. David de Rothschild und sein Expertenteam werden mit diesem Floß den Pazifischen Ozean von Nordamerika nach Australien besegeln. Die Reise soll vier Monate dauern und die Expeditionsteilnehmer in abenteuerliche, faszinierende und umweltsensitive Regionen führen. Erwähnenswert ist dabei vor allem eine Expedition zum sogenannten Eastern Garbage Patch (Müllplatz des Ostens). Der Eastern Garbage Patch befindet sich im Nordpazifik und umfasst ein Areal, das sechsmal so groß ist wie Großbritannien und Nordirland zusammen. Aufgrund von starken Meeresströmungen sammeln sich dort Unmengen von Abfällen an. Ferner das Bikini-Atoll, um den radioaktiven Niederschlag der US-amerikanischen Atombombentests zu messen, und das sinkende Eiland Tuvalu, um auf den mit dem Klimwandel verbundenen Anstieg des Meeresspiegels aufmerksam zu machen.

Ein interaktiver Onlineevent

Plastiki soll, so sich ein Sponsor für eine Breitband-Satellitenverbindung finden lässt, zu einem interaktiven Onlineevent werden. So soll beispielsweise die die teilnehmende Öffentlichkeit mit über den Kurs von Plastiki bestimmen dürfen. Für die Reise von Nordamerika nach Australien sind etwa vier Monate Zeit eingeplant.

schön aufgeblasen - aber für 'ne gute Sache

es ist schon eine ausgemachte Sauerei, was wir tun resp. zulassen!

 

ich will mit !!!!!!

 

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