CO2 Sparer hart am Wind - Segeln unter der Klimaflagge

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Bild: Sky Sails

Die Schifffahrt gilt als ähnlich großer Umweltsünder wie die Luftfahrt, jährlich blasen Schiffe weltweit etwa 900 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre. Laut einer Studie der University of Delaware (11/2003) emittiert die Frachtschifffahrt soviel Stickoxide wie die gesamten USA.

Moderne, windbetriebene Frachtschiffe

Nach einer aktuellen Studie der Universität Delaware (USA) verbraucht die internationale Frachtschifffahrt mit ca. 280 Millionen Tonnen Treibstoff mehr als doppelt so viel Öl wie die Bundesrepublik Deutschland (ca. 125 Mio. Tonnen). Experten von Lloyd´s Register Quality Assurance (London) schätzen, dass der Schiffsverkehr mehr als sieben Prozent des weltweiten Ausstoßes von Schwefeldioxid verursacht und damit zu den globalen Hauptverursachern klimaschädlicher Gase gehört (siehe Klimarelevanz). Durch den weltweiten und konsequenten Einsatz der SkySails-Technologie wäre es möglich, jährlich über 146 Millionen Tonnen CO2 einzusparen, dies entspricht ca. 15% des CO2-Ausstoßes der Bundesrepublik Deutschland. Nach den neuesten Vorschriften der „International Maritime Organization“ (IMO) müssen Reeder künftig den Schadstoffausstoß ihrer Schiffe deutlich reduzieren.

-> SkySails

Durch den Einsatz des SkySails-Antriebs können die Treibstoffkosten, im Jahresdurchschnitt abhängig von den tatsächlichen Windverhältnissen und der erreichten Einsatzdauer, zwischen 10-35% gesenkt werden. Herrschen optimale Windbedingungen, kann der Treibstoffverbrauch zeitweise um bis zu 50% reduziert werden. Somit können großen Mengen teuren Öls gespart und die in Zukunft immer knapper werdenden Ölressourcen geschont werden.

(Quelle: Sky Sails)

Die "Maltese Falcon"

-> Dyn-Riggs
Die Idee für einen Frachter, der Motor- und Windantrieb kombiniert, liegt schon lange in der Luft: Das erste Konzept präsentierte der Ingenieur Wilhelm Prölss bereits 1967 am Institut für Schifffahrt der Universität Hamburg. Der Clou des so genannten Dyna-Schiffes (Info bei wikipedia) ist seine besondere Takelung. Die sechs Masten sind aus Stahl und so stabil gebaut, dass sie vollkommen ohne stützendes Tauwerk auskommen. Um die Stellung der Segel mit Elektromotoren dem Wind anpassen zu können, sind die Dyn-Riggs drehbar montiert. Selbst das Segelsetzen geht ohne eine große Mannschaft vonstatten: Über eine Mechanik wird das Tuch einfach auf Knopfdruck wie Gardinen waagerecht zwischen die Rahen ausgezogen und bei zunehmenden Wind wieder automatisch in den schützenden Mast eingerollt.
(Quelle: Lucian Haas)

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