
Dass wir Wasser nicht nur verbrauchen, wenn wir den Wasserhahn aufdrehen, Wäsche waschen oder die Klospülung drücken ist nichts Neues. Hinter den Produkten unseres täglichen Bedarfs verbergen sich schier ungeahnte Wasserfluten.
Der Begriff „Virtuelles Wasser“ beschreibt, welche Menge Wasser in einem Produkt oder einer Dienstleistung enthalten ist oder zur Herstellung verwendet wird. Das Konzept wurde vom britischen Geograf John Anthony Allan in den frühen 90`er Jahren entwickelt, der für seine Leistung 2008 den „Stockholmer Wasserpreis“ des Stockholm International Water Institute erhielt. Weiter entwickelt wurde das Konzept vom Wissenschaftler Arjen Y. Hoekstra, der den Wasser-Fußabdruck entwickelte.
Dass wir Wasser nicht nur verbrauchen, wenn wir den Wasserhahn aufdrehen, Wäsche waschen oder die Klospülung drücken ist nichts Neues. Hinter den Produkten unseres täglichen Bedarfs verbergen sich aber schier ungeahnte Wasserfluten.
Der Wasser-Fußabdruck ist ein Indikator für das Wasser, welches wir durch unseren alltäglichen Konsum von Kaffee, Kartoffeln, Fleisch, Milch, Papier oder Kleidung verbrauchen.

Der individuelle direkte Wasserverbrauch in Deutschland liegt bei durchschnittlich 130 l Wasser für Waschen, Putzen, Kochen - pro Tag. Der BUND ist der Verwendung dieser 130 Litern einmal auf den Grund gegangen: Alleine 42 Liter reinsten Trinkwassers ver(sch)wendet eine einzelne Person in Deutschland täglich im Durchschnitt für die Toilettenspülung. Schon die durchschnittliche Menge einer Toilettenspülung übertrifft den täglichen Tagesverbrauch an Trinkwasser eines Menschen in einem Entwicklungsland.
Unser indirekter Wasserverbrauch, also die tatsächliche Menge an Wasser, die wir durch den Konsum von Produkten alltäglich verbrauchen, liegt weit über 130 Litern und bei sage und schreibe mehr als 4000 l pro Person und Tag:
Denn für die Produktion eines Din A4-Blattes Papier werden 10 l Wasser verbraucht. Eine Tasse Kaffee verschlingt 140 l Wasser, ein Frühstücksei gleich 200 l Wasser und hinter einem kg Fleisch verbergen sich 16.000 l Wasser. Für die Produktion eines Baumwoll- Shirts werden 2700 l Wasser benötigt und die Produktion eines Neuwagens verbraucht 450.000 l Wasser. Mehr Fakten zum Wasserverbrauch gibt es auf der Seite des Water Footprint Network.
Zum Vergleich: In Ländern wie Kenia ist der diekte und indirekte Wasserverbrauch vergleichsweise gering, da sauberes Wasser ein Luxusgut ist und nicht für jeden verfügbar ist. Wasser spenden und Durst löschen kannst Du hier: Trinkwasser für Kenia - Viva con Agua.
Der Wasser-Fußabdruck kann für Einzelpersonen, für Unternehmen und für ganze Nationen ermittelt werden.

Der durchschnittliche Wasser-Fußabdruck/Kopf (m3/Kopf/Jahr). Grün gefärbt sind Länder, deren Wasser-Fußabdruck gleich oder kleiner als der globale Durchschnitt ist. Rot gefärbt sind Länder, deren Wasser-Fussabdruck über dem globalen Durchschnitt liegen. Untersuchungszeitraum: 1997-2001. © Water Footprint Network
Der Fussabdruck-Kalkulator
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