
Die Deutschen sind Reiseweltmeister. Nicht einmal die US-Amerikaner geben annähernd so viel für Urlaub aus - obwohl sie mit 300 Millionen Einwohnern dreieinhalbmal mehr sind als die Bundesdeutschen. Eine Analyse der Dresdner Bank urteilt: "Die Deutschen ließen sich auch im Jahr 2006 nicht von Terroranschlägen oder der Vogelgrippe von einer Auslandsreise abhalten." Damit unsere Reisewut zum Segen und nicht zum Fluch für den Globus wird, sollten wir uns ein paar Gedanken über die Nachhaltigkeit von Reisen machen.
Unter nachhaltigem Reisen wird heute viel verstanden; sei es, dass man gezwungenermaßen eine Kerosinsteuer aufs Flugticket zahlt, oder freiwillig "klimaneutral" fliegt, indem man Organisationen wie "atmosfair" Gelder zahlt, die in Klimaschutz-Projekte investiert werden.
Die Definition der Umweltdatenbank lautet:
"Als nachhaltig wird Tourismus dann angesehen, wenn er einen Umgang mit allen Ressourcen in einer Art und Weise ermöglicht, dass ökonomische, soziale und ästhetische Bedürfnisse erfüllt werden können und gleichzeitig die kulturelle Integrität, essentielle ökologische Vorgänge und die Biodiversität erhalten bleiben."
Diese legt neben dem Natur- und Artenschutz auch den Interessenschutz der Einwohner des Feriengebietes zugrunde. Es wird schon deutlich: Nachhaltig Reisen kann man weniger und mehr!
Im Tourismus gibt es eine unübersichtliche Anzahl von regionalen, nationalen und internationalen Umweltzeichen. Doch anders als bei Biolebensmitteln sind die meisten touristischen Siegel, wie etwa die EU-Blume oder das Schweizer Steinbock-Label, bislang wenig bekannt.
Ein guter Ansatz in Deutschland ist die Dachmarke Viabono (www.viabono.de), die für umweltorientierte Hotels, Gaststätten, Campingplätze und Tourismusgemeinden steht.
In Österreich hat sich vor allem das österreichische Umweltzeichen im Tourismus durchgesetzt. Bereits mehr als 200 Betriebe, darunter Hotels, Campingplätze, Berghütten und Restaurants, sind mit dem Siegel als nachhaltige Betriebe ausgezeichnet.
Einen ähnlich vielversprechenden Weg geht auch das Siegel "CSR-Tourism-Certified".

CSR steht für Corporate Social Responsibility. Dieses Nachhaltigkeitssiegel testet, wie umweltfreundlich und sozialverträglich ein Veranstalter wirtschaftet. Entwickelt wurde das CSR-Siegel vom Verband für nachhaltigen Tourismus (forum anders reisen), der Kontaktstelle für Umwelt & Entwicklung (KATE) und einem unabhängigen Zertifizierungsrat (TourCert).
Im CSR-Prozess wird das komplette Unternehmen auf Nachhaltigkeit getestet, nicht nur einzelne Angebote. Dabei werden alle wichtigen Firmenbereiche entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Nachhaltigkeitskriterien hin überprüft. Die systematische Erfassung reicht vom Papierverbrauch im Büro, über die Art der Anreise, den sorgsamen Umgang mit Müll, die Art der Energieversorgung bis zu den angemessenen Lohnzahlungen der Beschäftigten und der CO2-Bilanz pro Reisendem.
Allerdings sind die Kriterien der einzelnen Siegel nicht einheitlich und nicht immer nachvollziehbar. Daher setzt sich WWF dafür ein, die Umweltzeichen selbst einer Prüfung zu unterziehen. Ein Ansatz ist das Tourism Sustainability Council (TSC). Initiiert von der Rainforest Alliance, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, hat die Organisation eine Liste international gültiger Mindestkriterien für nachhaltigen Tourismus definiert. Das langfristige Ziel ist es, an die regionalen Anbietern mit verschiedenen Umweltsiegeln zusätzlich das TSC-Zeichen mit einheitlichen Kriterien zu vergeben.Im Moment ist ein gemeinsames Siegel leider noch nicht in Sicht.
Die bereits existierenden Siegel können als Anhaltspunkt verwendet werden, doch sollte dies eine kritische Betrachtung des Urlaubsangebots nicht ersetzten. Umweltrelevante Informationen sind notfalls direkt beim Anbieter abzufragen. Dazu gehört die Frage nach Müll- und Abwasserentsorgung ebenso wie Hinweise auf soziale oder ökologische Besonderheiten im Gastland. Hierbei können die Mindestkriterien für nachhaltigen Tourismus des TSC hilfreich sein.
Ein paar grundsätzliche Entscheidungen für umweltverträgliches Reisen lassen sich auch schon bei der Planung treffen:
Weniger fliegen! Insbesondere die immer häufigeren und längeren Flugreisen wirken sich besonders klimaschädigend aus, weil Abgase in üblichen Flughöhen eine etwa 4-fache Treibhauswirkung in Vergleich zu bodennahen Abgasen haben. Der am 24.4.02 veröffentlichte Tourismusbericht der Bundesregierung berichtet umfassend über diese Negativfolgen. Strecken unter 600 km auf dem eigenen Kontinent kann man auch bequem in (Miet-) Auto oder besser, mit der Bahn zurücklegen.
Warum in die Ferne schweifen? Du brauchst hier nur zuzugreifen! Entdecke die Möglichkeiten, in den zahlreichen Naturschutzgebieten Europas Wander-, Rad-, oder Klettertouren zu machen. Das stärkt Körper und Geist und bringt Dich den heimatlichen Gefilden und somit Dir selbst näher.
Wie wär's z.B. mit einem Kanutrip durch deutsche Gewässer mit treibholzreisen oder gönn Dir mit Viabono Radtouren mit anschließender Kneipp-Kur oder Entspannungs-Wellness. Viabono ist von der Bundesregierung gefördert und gilt als Top-Adresse im Naturreisen-Angebot. Hier findest Du vertrauenswürdige Top-Adressen unter Bio-Bauernhöfen, Reiterferien-Anbietern uvm.
Auch lassen sich für entferntere Reiseziele einzelne Anbieter empfehlen:
viventura für Südamerika gestalten Reisen im engen Kontakt mit der Kultur und Bevölkerung eines Landes, und ferner wird von solchen "Abenteuer-" oder Naturreiseveranstaltern der Support von sozialen Projekten in den betreffenden Ländern betrieben und auch angeboten.
Dr. Koch wirbt mit "Sanftem Tourismus" seit 30 Jahren und bietet ein vielseitiges Bildungs- und Entspannungsprogramm an von Botanik über Kultur bis Yoga. Die Reisen werden sowohl in Deutschland als auch für einige andere Länder mit Schwerpunkt Türkei angeboten und zeichnen sich aus durch nachhaltige, sozial-verträgliche Strukturen und Management, die örtlichen kulturellen Besonderheiten werden dem Tourist nähergebracht und auf Umwelt- und Kulturthemen wird viel Wert gelegt.
ContrastTravel bietet nachhaltige Studien- und Wanderreisen in Klein- und Minigruppen an. Das Hauptziel ist Island, aber auch Norwegen und Albanien sind im Angebot.
Das Forum Anders Reisen fasst mehrere Anbieter zusammen und bietet einen guten Überblick mit Hintergrundwissen zum nachhaltigen Reisen.
Literaturtipp: Leo Hickman, Und tschüss!, Pendo Verlag GmbH, Februar 2008, ISBN: 3866121628 Ein globales Reisetagebuch der anderen Art, das unser Bewusstsein schärft und jedem zu empfehlen ist, der seine nächste Reise plant. Denn, wie Leo Hickman ebenfalls zeigt: Auch eine andere Art des Tourismus ist möglich. SZ-Shop , Libri , Amazon

Dhole’s Den ist eine luxuriöse Safari Lodge nahe dem Bandipur National Park und die erste echte Öko-Lodge im National Park
Der Name Dhole’s Den wurde ganz bewußt dem asiatischen Wildhund (Dhole) gewidmet. Wie viele andere Quellen vermittelt auch Rudyard Kiplings Dschungelbuch, dass der Wildhund ein gnadenlos blutrünstiger Killer sei. Tatsächlich handelt es sich um den geschicktesten Jäger des indischen Dschungels mit einem einzigartigen Hierarchysystem. Ein Alpha-Männchen und ein Alpha-Weibchen leiten das Rudel an und übernehmen die perfekte Organisation der täglichen Abläufe. Von Menschen, Tiger und Leoparden gejagt und im Laufe der Jahre fast ausgerottet finden die Betreiber, dass diese einmaligen Tiere viel zu wenig Wertschätzung auf dieser Welt erfahren. Sie versuchen, mit Unterstützung wissentschaftlicher weltweiter Organisationen, mehr und mehr das noch kaum erforschte Leben dieser Tiere zu erkunden und Anhänger zur Erhaltung ihrer Lebensräume zu finden.
Was macht Dhole’s Den ökologischer als andere Öko-Häuser?
Dhole’s Den ist die erste Lodge in Bandipur, die ökologische Prinzipien bei alltäglichen Dingen anwendet:
- In Dhole’s Den wird der Strom weitmöglichst durch Sonnen- und Windenergie bezogen
- Die Küchenabfälle werden zu Biogas verwertet
- Die Abwasseraufbereitung basiert auf einer jahrtausende alten Methode der Indus-Kultur, die vor einigen Jahren wiederentdeckt wurde. Verschiedenartige große Steine und Erde ermöglichen eine Verarbeitung des Abwassers, welches letztendlich im Garten Wiederverwendung findet.
- Klimaanlagen, Tee- und Kaffeekocher sowie Zimmertelefon sind Fremdwörter. Der natürlich vorhandene Wind findet die optimalste Verwendung
- Eigener Gemüseanbau unterstützt die Küche mit biologisch angebauten Produkten


Das Anwesen liegt zwar in der Nähe von kleinen Dörfern in der Nähe des Bandipur Nationalparks, dennoch sind Wildtiere nie weit entfernt vom Grundstück: Nachts streicht eine Bärin mit Jungen um das Anwesen, tagsüber kommen Wildschweine vorbei oder gar Elefanten. Auch das Brüllen eines Tigers oder das Fauchen eines Leopards ist keine Seltenheit.
Entfernungen und Anreise: 90 km von Mysore, 19 km vom Mudumalai Wildlife Sanctuary, 110 km vom Nagerhole Nationalpark und 79 km von Ooty; die nächstes Flughäfen sind Bangalore (220 km) und Coimbatore (168 km).
Dhole’s Den
Kaniyanapura Village
Gundlupet Taluk, Chamarajnagar District
Karnataka, INDIA
Tel.: 0091 - 8229 - 236062, 236061
Mobile: 0091 - 9600061821, 9600061864
Email: manager [at] dholesden [dot] com


Hallo!
Wer gerne Wandern und nachhaltiges Reisen in Suedamerika miteinander verbinden moechte, der ist bei dem Reiseveranstalter Thomas Wilken Tours, der auch Mitglied bei Forumandersreisen ist, genau richtig! Ich kann die Touren abseits des Massentourismus nur empfehlen!
http://www.suedamerikatours.de
LG,
Hannah
Hallo Reisefreunde,
nachhaltige reisen bieten die Mitglieder des forum anders reisen an.
www.accept-reisen.de
www.papamusilisafaris.eu
und viele andere.
LG,
Uwe
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