
Illegaler Holzeinschlag und Handel mit Holz aus illegalen Quellen ist – neben dem legalen Raubbau - eine der Hauptursachen für die Zerstörung von Wäldern weltweit. Schätzungen zufolge stammt mehr als die Hälfte aller Tropenholzimporte in die Europäische Union (EU) aus illegalem Holzeinschlag. So gelten beispielsweise in Indonesien offiziell über 70 Prozent der Hölzer als illegal, in Brasilien sind es über 60 Prozent. Dasselbe gilt für ein Viertel der Holzimporte aus Nordwest-Russland. Die EU als weltgrößter Holzimporteur bezog allein 2003 Produkte auf Holzbasis im Wert von 5,2 Milliarden Euro! Die EU – und damit auch Deutschland – spielen als wichtige Konsumentenländer eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung des illegalen Holzeinschlags. Solange Europa illegale Holzeinfuhren akzeptiert, haben Reforminitiativen in den Herkunftsländern nur wenig Chancen
Weltweit sind bereits vier Fünftel der großen Urwälder zerstört, und die Reste sind massiv durch Holzeinschlag und Brandrodung bedroht – in Afrika, Asien und Amazonien, in Kanada, Russland und Skandinavien.
Auf Holz zu verzichten, ist aber nicht nötig: Für beinahe alle Zwecke gibt es umweltverträgliche Alternativen, die wir hier vorstellen:
Erste Wahl: FSC-Holz! (Forest Stewardship Council Certificate)
Doch auch:
Buche
Ahorn
Esche
Eiche
Kirsche
Birke
Douglasie
Robinie
Kiefer
Bambus sind akzeptabel.
Kritisch sind:
Fichte
Zeder
Hemlock
Rotzeder
KATASTROPHAL !
Eukalyptus
Akazie
Abachi
Jatoba
Massaranduba
Tauari
Peak
Merbau
Hier unbedingt die Finger von lassen!
Was ist eigentlich FSC?
Der Forest Stewardship Council wurde 1993, also ein Jahr nach der Konferenz „Umwelt und Entwicklung“ in Rio de Janeiro, gegründet. Ziel ist es, die in Rio verabschiedeten Forderungen an „nachhaltige Entwicklung“ für Wälder umzusetzen. Besondere Bedeutung im Rahmen der Forderungen von Rio hat die gleichwertige Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten bei der Nutzung von Naturgütern.
Der FSC ist eine internationale gemeinnützige Organisation mit Sitz in Bonn und nationalen Arbeitsgruppen in 43 Ländern.
Er wird von Umweltorganisationen (WWF, Greenpeace, NABU, Robin Wood, u.a.), Sozialverbänden (IG BAU, IG Metall, u.a.), sowie zahlreichen Unternehmen unterstützt.
Der FSC ist eine Mitgliederorganisation, in der sowohl Verbände, Organisationen und Unternehmen als auch Privatpersonen Mitglied werden können.
Die Mitgliedschaft enthält das Recht zur Mitbestimmung an Entscheidungen im FSC und zur Wahl von Vorständen.
Neben der Beteiligung aller Mitglieder und Interessensvertreter legt der FSC sehr viel Wert auf Transparenz. Alle Regelungen und alle wichtigen Dokumente sind daher der Öffentlichkeit zugänglich.
Illegaler Holzeinschlag und Handel mit Holz aus illegalen Quellen ist – neben dem legalen Raubbau - eine der Hauptursachen für die Zerstörung von Wäldern weltweit. Illegaler Holzeinschlag zerstört riesige Waldgebiete unwiederbringlich. Schätzungen zufolge stammt mehr als die Hälfte aller Tropenholzimporte in die Europäische Union (EU) aus illegalem Holzeinschlag. So gelten beispielsweise in Indonesien offiziell über 70 Prozent der Hölzer als illegal, in Brasilien sind es über 60 Prozent. Dasselbe gilt für ein Viertel der Holzimporte aus Nordwest-Russland. Die EU als weltgrößter Holzimporteur bezog allein 2003 Produkte auf Holzbasis im Wert von 5,2 Milliarden Euro!
Die EU – und damit auch Deutschland – spielen als wichtige Konsumentenländer eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung des illegalen Holzeinschlags. Solange Europa illegale Holzeinfuhren akzeptiert, haben Reforminitiativen in den Herkunftsländern nur wenig Chancen.
Im Rahmen des EU-Programms „Rechtsdurchsetzung, Politikgestaltung und Handel im Forstsektor“ (engl. FLEGT) wird seit 2003 an einem Aktionsplan zur Eindämmung des kriminellen Holzgeschäftes gearbeitet.
Hierzu gehören unter anderem:
-> Verbesserte Politikgestaltung und Organisationsentwicklung in Produzentenländern;
-> Entwicklung freiwilliger Partnerschaftsabkommen mit Produzentenländern;
-> Gesetze, die den Handel mit Holz aus illegalen Quellen strafbar machen;
-> Verringerung des Verbrauchs von illegalem Holz in der EU.
In einer 2004 vom WWF europaweit durchgeführten Erhebung (WWF-Regierungsbarometer) zu FLEGT hat sich die Bundesregierung positiv zu dem Aktionsprogramm geäußert.
Der WWF wertet den Aktionsplan und das deutsche Engagement als ersten Schritt in die richtige Richtung, fordert aber von der Bundesregierung die zügige Umsetzung folgender Maßnahmen:
Weitere aktive Unterstützung des FLEGT-Prozesses;
-> Umsetzung des im Koalitionsvertrag von 2002 festgeschriebenen Wechsels im öffentlichen Beschaffungswesen zu Holz- und Papierprodukten, die nach Kriterien des Nachhaltigkeitssiegels FSC zertifiziert sind;
-> Ein Gesetz, das den Handel mit Holz aus illegalen Quellen strafbar macht (Urwaldschutzgesetz);
-> Aufnahme des illegalen Holzhandels als Strafbestand in das Geldwäschegesetz.
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