
Die Müttersterblichkeit ist unter den Frauen am höchsten, die arm sind, einen niedrigen Bildungsstand haben und auf dem Land wohnen.
Ihr Leben und das ihrer Kinder könnte in den meisten Fällen gerettet werden.
In den letzten zehn Jahren haben die burkinischen Behörden mit Unterstützung internationaler Geldgeber Initiative gezeigt und finanzielle Mittel bereitgestellt, um die Sterblichkeitsrate bei Schwangeren und Müttern zu senken. Doch so gut ausgearbeitet der Kampf gegen die Müttersterblichkeit auf dem Papier auch sein mag, bei der Umsetzung gibt es massive Probleme:
Die nächste Gesundheitseinrichtung ist oft viele Kilometer entfernt, die Straßenverhältnisse sind katastrophal. Nicht selten führt der Weg aus dem Dorf zum Krankenhaus über Flüsse und Gräben - ohne Krankenwagen oder Auto für hochschwangere Frauen kaum zu bewältigen. In den Einrichtungen mangelt es an Medikamenten, Ausstattung und qualifiziertem Personal. Viele Gebäude sind baufällig, haben zerbrochene Fenster und löchrige Dächer. Außerdem haben Frauen in Burkina Faso keinen oder nur erschwerten Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Arbeit. Nur wenige können frei entscheiden, ob, wann und wie viele Kinder sie zur Welt bringen möchten.
Kommentar schreiben