Bioenergie und Naturschutz: 1,6 Millionen € für europäisches Bioenergie-Forschungsprojekt

Weizen und andere Lebensmittel anstelle von Öl zu verheizen, löste erhebliche ethische Bedenken aus. Wie aber steht es um andere bioenergetische Quellen? Grünlandschnitt, der von Naturschutzflächen aus ganz Europa stammt, als Energielieferanten für Biogas zu nutzen, ist der Forschungsansatz von Professor Dr.

Michael Wachendorf, Fachgebiet Nachwachsende Rohstoffe an der Universität Kassel. Er konnte jetzt in Zusammenarbeit mit dem EU-Referat der Universität Drittmittel in Höhe von 1,6 Millionen Euro für das Projekt PROGRASS einwerben. PROGRASS will erforschen, wie die wirtschaftliche und ökologische Nutzung von unter Naturschutz stehenden Grünlandflächen zur Bioenergiegewinnung in Europa möglich ist.

Das Potential ist hoch: In Deutschland gibt es rund 1,5 Millionen Hektar, in England 2,2 Millionen Hektar und in Estland 0,6 Mil. Hektar Grünland, das sich grundsätzlich für die Biomasse- und Bioenergie-Produktion eignen könnte - allerdings von sehr unterschiedlicher Qualität und Zusammensetzung.

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