Ausweitung der Online-Zensur im Iran

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Bild: colourbox.com

Reporter ohne Grenzen (ROG) kritisiert die Ankündigung des Teheraner Generalstaatsanwaltes Abbas Dschafari Dolatabadi vom 15. Dezember, gegen zwei Nachrichtenseiten des politisch konservativen Lagers vorzugehen:

Die Websites Jahannews und Alef news sollen laut Dolatabadi den Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad „beleidigt“ haben. Ayandenews, eine weitere Nachrichtenseite der politisch konservativen Richtung, ist bereits seit dem 6. Dezember gesperrt.

ROG sieht in den geplanten Zensurmaßnahmen eine beispiellose Ausweitung der Internetzensur auch auf frühere Unterstützer der Regierung: „In den vergangenen Monaten hat die Regierung ihre repressive Strategie kontinuierlich weiter entwickelt: Immer mehr unabhängige und oppositionelle Medien sowie Websites wurden zensiert, geschlossen oder gesperrt. Nun beginnt das Regime mit der Säuberung innerhalb von Gruppierungen, die jahrelang als Unterstützer des Präsidenten galten“, so ROG. „Ahmadinedschad macht ein weiteres Mal deutlich, dass er keine abweichenden Meinungen in den Medien toleriert“, kritisiert ROG.

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