37 AKWs vom Netz – und es geht doch! Lehren aus Japan

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Solar panels generating electricity for lights on airport roof.

In Japan wurden nach der Katastrophe im März diesen Jahres 37 der 54 AKWs von einem Tag auf den anderen vom Netz genommen - und Japan kommt klar! Ohne Importe, ohne dramatische Einschränkungen, ohne Blackouts. Was immer als Unmöglichkeit genannt wird, ist hier plötzlich möglich. Wie das geht? Durch viel Information und die Bereitschaft der Bürger, spontan und kreativ zu reagieren.


Alle 5 Minuten werden in Japan über sämtliche Medien Informationen über Erzeugung und Verbrauch des Stroms verbreitet, wie z.B. auch auf der Denki Joho Website. Wenn sich der Verbrauch einer kritischen Grenze nähert, die für ein stabiles Netz benötigt wird, dann ist es an der Bevölkerung, alle unnötigen Geräte abzuschalten, Krawatte und Jackett auszuziehen und die Klimaanlage runter zu drehen. Unterstützt wird dies von der Regierung, die z.B. einen Wettbewerb für Stromsparideen ausgerufen hat.

Diese Art der intelligenten Stromnutzung schafft nicht nur ein neues Bewusstsein für die "Endlichkeit" des Stroms, sondern regt auch zu einem kreativen Umgang und zu neuen Ideen mit unseren technischen Errungenschaften an. Auch zeigt das unfreiwillige Stromexperiment in Japan, das wir mit weitaus weniger Energie leben können, als wir uns das vorstellen und vor allem: als uns von der Atomlobby propagiert wird! ...und der baldige Umstieg auf erneuerbare Energiequellen rückt wieder ein Stück näher. In Japan ist laut einer Studie von Greenpeace sogar ein Atomaustieg bis 2012 möglich!

Eine ausführliche Analyse der Situation findest Du im Klimablog.

Auch du kannst an deinem Stromverbrauch drehen: Elf Tipps zum Energiesparen in Haushalt, Büro und Küche.

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