
Die Vereinten Nationen haben 2011 das Jahr der Wälder ausgerufen. Damit soll Bewusstsein für den Erhalt der Wälder geschaffen werden. Denn in den Wäldern unserer Erde sieht es alles andere als rosig aus: vor allem auf der Südhalbkugel verschwinden täglich Waldflächen in der Größe von 35 Fussballfeldern - für Toilettenpapier, Coffee-to-go-Becher, Bio-Sprit und Steaks. Und auch der deutsche Wald kränkelt: Die heißen Sommer der letzten Jahre, Stickstoffeinlagerungen durch Landwirtschaft und Verkehr sind dafür verantwortlich, dass 70% der Bäume nicht gesund sind.
Doch wir sind auf die Wälder als die grüne Lunge unserer Erde angewiesen: die Bäume binden Stickstoff und sondern Sauerstoff ab. Lokal sorgen sie für eine Verbesserung des Mikroklimas, indem sie Luft und Wasser reinigen, global binden sie große Mengen an CO2.
Es spricht wenig gegen eine nachhaltige Bewirtschaftung ausgewiesener Wälder, wenn gleichzeitig auch mehr Schutzgebiete für den Wald und seine Bewohner errichtet werden; Holz ist eine umweltfreundlicher und nachwachsender Rohstoff. Doch ist ein bewusster Umgang mit Holzprodukten ist nötig, um den Raubbau zu stoppen.
* Prinzipiell gilt: weniger ist mehr (Waldschutz)! Den Verbrauch von Papierprodukten einschränken ist dabei ganz wesentlich.
Hier findest Du noch weitere Einspartipps
* Wenn Papierprodukte nötig sind, kannst Du auf Recyclingpapier achten, der blaue Engel hilft dabei! Mittlerweile gibt es von Klopapier über Druckerpapier bis zu Pappbechern alles.
* Beim Kauf von Holzprodukte bevorzuge die mit dem FSC-Siegel. Im Moment ist dies das einzige Siegel, dass Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern garantiert. Produkten mit dem FSC-Siegel immer den Vorzug vor Produkten mit anderen Siegeln oder gar keiner Zertifizierung zu geben. Frag beim Kauf von Holzprodukten im Baummarkt oder beim Möbelhändler aktiv nach FSC zertifizierten Produkten nach! Mehr zum FSC findest Du hier.
* Schränke Deinen Fleischkonsum ein! Nicht ganz so nahe liegend, aber trotzdem wesentlich an der Abholzung der Wälder beteiligt ist die Viehhaltung, für deren Weiden riesige Waldflächen gerodet werden - in den Regenwäldern genauso wie bei uns. Auch sorgen die Stickstoffbelastungen aus der Landwirtschaft für eine Übersäuerung der Böden, eine Hauptursache unserer kränkelnden Bäume.
* Produkte aus Plamöl vermeiden: Das Palmöl versteckt sich Pizzen, Tütensuppen, Waschmitteln, Kosmetika oder der Energieerzeugung, für seine Herstellung werden artenreiche Urwälder gerodet und Orang-Utans vertrieben. Eine Deklaration von Palmöl in unseren Lebensmitteln ist bisher nicht in unserer Gesetzgebung verbindlich vorgeschrieben, daher verestecken sie sich meist hinter der Bezeichnung "pflanzliche Fette" oder "Pflanzenöl". Hier findest Du Listen zu Palmöl-freien Produkten.
* Nutze Suchmaschinen, die den Regenwald schützen! Einen Artikel dazu findest Du hier: Grüne Suchmaschinen

* Werde Pate für die Vielfalt unserer Wälder, z.B. mit dem NABU: Der NABU engagiert sich sehr für den Schutz der Wälder, um bedrohten Tier- und Pflanzenarten das Überleben zu ermöglichen: im Dialog mit der Forstwirtschaft und mit eigenen Schutzprojekten im Wald.
* Waldaktie und Baumsparen: Geld verdienen und gleichzeitig einen Beitrag zum Waldschutz leisten? Mit einem BaumSparVertrag, WaldSparbuch oder als Eigentümer einer Waldparzelle kann jeder in nationale und internationale ökologisch nachhaltige Aufforstungsprojekte investieren und auch noch Rendite erzielen. Wie das funktioniert erfährst Du hier.
* Pflanzt Bäume! Ob in der Stadt oder auf dem Land, ob in Eigeninitiative, mit Plant for the Planet, WikiWoods oder als eine Aktion zum Jahr des Waldes 2011!
* RESET hat ein Projekt zum Schutz des Regenwaldes in Ecuador; Deine Spende hilft, mehr Wald unter Schutz zu stellen. Hier geht´s zum Projekt.
Hier noch ein Link zu den Zahlen: http://www.wwf.de/presse/details/news/in_den_naechsten_60_stunden_verlie...
Schöne Grüsse!
Lieber Gast, da habe ich mich wohl verguckt - natürlich und leider sind es 35 Fussballfelder pro Minute.
Danke für den Tipp!
Eigentlich müssten es doch 35 Fußballfelder pro Minute und nicht pro Tag sein, die weltweit abgeholzt werden, so wie es auch in dem Artikel "Wälder - Unsere grüne Lunge" steht. Wenn man davon ausgeht, dass ein Fußballfeld ca. 7.000 m² groß ist, dann entspräche das einer abgeholzten Fläche von 245.000 m² pro Minute. Am Tag sind das dann 35.280 ha und im Jahr 12.877.200 ha.
ich find es gut das diese seite der welt zeirgt wie wir unseren wald schützen den es gibt noch natur aber wenn wir sie nur ausnutzen oder durch rauchen verbrennen haben wir sie bald nicht mehr und das fände ich traurig!
Also an alle die das lesen nehmt diese Sätze ernst und verwirklicht sie bei eurem nächsten Waldbesuch auch
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